Drei Räume klingen nach Arbeitsteilung: einer für den Sektempfang, einer fürs Essen, einer zum Tanzen. Bei 100 Hochzeitsgästen geht diese Aufteilung in der Eventhalle Braunschweig nicht auf. Im Bankett weist die Matrix für Raum 2 genau 84 Gedecke aus, 16 Gäste blieben ohne Platz. Jede sitzende Aufstellung für 100 Personen braucht deshalb zwei Räume, und der dritte ist kleiner, als die meisten Ablaufpläne unterstellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Essen belegt zwei Räume: Raum 2 trägt im Bankett 84 Plätze, Raum 3 bringt 54 dazu. 84 plus 54 ergibt 138 Gedecke, für 100 Gäste bleiben 38 Plätze und damit Fläche frei.
  • Raum 1 ist die zweite Zone: Im Empfang ist er für 49 Personen ausgelegt. Für Garderobe, Kinderecke und ruhige Gespräche reicht das, für die ganze Gesellschaft nicht.
  • Innenhof oder Umbau: Ohne eine dieser Entscheidungen geht ein Tagesablauf für 100 Gäste hier nicht auf.

Die Rechnung für 100 Gäste steht vor dem Ablauf

AufstellungRäumePlätze laut MatrixFür 100 Gäste
BankettRaum 28416 Plätze fehlen
BankettRaum 2 und Raum 384 + 54 = 13838 Plätze Reserve
BankettRaum 2 und Raum 184 + 42 = 12626 Plätze Reserve
Empfang stehendRaum 2919 Personen zu viel
Empfang stehendRaum 1 und Raum 349 + 59 = 1088 Personen Reserve
StuhlreihenRaum 3 und Raum 156 + 48 = 1044 Plätze Reserve

Kein einzelner Raum trägt 100 Gäste; am nächsten kommt der Stehempfang in Raum 2 mit 91 Personen. Über alle drei Räume ist die Halle für 199 Personen im Empfang ausgelegt, für 194 in Stuhlreihen und für 180 im Bankett. Hirschevents führt die Halle Am Alten Bahnhof 13 als Premium Partner von MEET Braunschweig; die Werte stammen aus dem dort veröffentlichten Factsheet.

Was auf die Hauptfläche passt

Raum 2 und Raum 3 ergeben zusammen 389,92 Quadratmeter, also 236,93 plus 152,99. Darauf weist die Matrix 138 Bankettplätze aus, rechnerisch rund 2,83 Quadratmeter brutto je Platz. Für 100 Gedecke sind das etwa 283 Quadratmeter, es bleiben rund 107 Quadratmeter für Tanzfläche, Buffet und Wege. Dieser Schlüssel stammt aus der Matrix und ist keine Norm: Eine Kennzahl je tanzendem Gast ist für dieses Haus nicht veröffentlicht, und wie die Restfläche aufgeteilt wird, entscheidet der Aufbauplan.

Zwei Größen folgen daraus. Nach dem Kennwert der Ausstattungsliste, ca. 5 laufende Meter Buffet je 50 Personen, sind es bei 100 Gästen 10 laufende Meter; den Rechenweg führt die FAQ zu den Buffetmetern aus. Für die Gedecke sind 10 bis 13 runde Tische nötig, denn ein Banketttisch mit 1,80 Meter Durchmesser ist für 8 bis 10 Personen angegeben. Tischraster, Servicewege und Buffetposition zeigt der Aufbauplan für 84 Gäste in Raum 2, die Aufstellung selbst erklärt der Eintrag zur Bankettbestuhlung.

Zwei Abläufe, die rechnerisch aufgehen

Variante A kommt ohne Umbau aus. Das Bankett steht ab dem Vormittag auf Raum 2 und Raum 3, die freie Zeremonie und der Sektempfang finden im Innenhof statt, der 639,5 Quadratmeter misst und etwa zur Hälfte nutzbar sowie barrierefrei erreichbar ist. Raum 1 nimmt Garderobe, Geschenketisch und eine ruhige Ecke auf, was Familien mit kleinen Kindern entgegenkommt. Der Haken ist das Wetter: Die einzige Fläche, die 100 Personen stehend trägt, ist die Hauptfläche selbst, und dort stehen bereits die Tische.

Variante B plant den Umbau bewusst ein. Die Zeremonie läuft in Stuhlreihen in Raum 3 und Raum 1, zusammen 104 Plätze, während in Raum 2 schon 84 Gedecke stehen. Danach werden in Raum 3 die Reihen abgeräumt und zwei Tischrunden für die restlichen 16 Gäste aufgebaut. Für Paare, die frei getraut werden und kein Wetterrisiko tragen wollen, ist das der verlässlichere Weg. Er kostet Zeit und braucht eine Fläche für die Umbauphase: Raum 1 trägt stehend 49 Personen, der Rest bleibt im Hof oder im gedeckten Raum 2. Die Empfangswerte der Matrix gelten allerdings für den leeren Raum; wie viele Gäste zwischen eingedeckten Tischen stehen können, ist nicht veröffentlicht.

Warum Raum 1 nie die ganze Gesellschaft trägt

Raum 1 misst 125,82 Quadratmeter und ist mit 2,83 Metern Deckenhöhe niedriger als Raum 2 und Raum 3 mit jeweils 3,47 Metern. Ausgelegt ist er für 49 Personen im Empfang und 42 im Bankett. Bei 100 Gästen bleibt er die zweite Zone, und für Gesellschaften mit vielen älteren Gästen ist genau das ein Vorteil: ein Raum ohne Musik, wenige Schritte neben der Tanzfläche. Für Gäste im Rollstuhl zählen Aufzug, barrierefreies WC und der barrierefrei erreichbare Innenhof.

Wo die Aufteilung an Grenzen stößt

Die standesamtliche Trauung gehört nicht in diesen Ablaufplan. Die Eventhalle ist kein anerkannter Trauort des Standesamts Braunschweig; welche Orte die Stadt vorhält, steht unter Heiraten in Braunschweig. In der Halle sind die freie Zeremonie und die Feier möglich, eine kirchliche Trauung ist ein dritter Termin an einem dritten Ort.

Offen bleibt, was den Ablauf trägt: Wer auf- und abbaut, ob ein Umbau während der Feier zum Mietumfang gehört, welche Stückzahlen an Tischen im Haus stehen und wie die Catering-Regelung aussieht, ist nicht veröffentlicht. Welcher Bestuhlungsplan gilt, stimmt der Betreiber mit der zuständigen Behörde ab; die Niedersächsische Versammlungsstättenverordnung ist im Volltext abrufbar, ob sie auf dieses Objekt angewandt wird, ist nicht veröffentlicht. Über Auflagen entscheidet die Behörde im Einzelfall.

Typische Fehler

  • Raum 2 allein für das Essen einplanen, obwohl die Matrix dort 84 Gedecke ausweist und 16 Gäste ohne Platz blieben.
  • Die Tanzfläche aus der Bankettzahl ableiten, statt sie aus der Restfläche der beiden belegten Räume zu rechnen.
  • Den Umbau zwischen Zeremonie und Essen einplanen, ohne vorher zu klären, wer ihn ausführt und wie lange er dauert.
  • Den Innenhof als Schlechtwetterlösung führen, obwohl gerade er die wetterabhängige Fläche des Konzepts ist.

Fazit

Bei 100 Gästen ist nicht die Kapazität die Grenze, sondern die Gleichzeitigkeit. Das Essen belegt zwei Räume, der dritte trägt knapp die Hälfte der Gesellschaft. Entscheiden Sie deshalb zuerst, ob der Innenhof zum Ablauf gehört oder ob Sie einen Umbau einplanen, und erst danach, wo die Tanzfläche liegt. Ab 139 Gedecken sind alle drei Räume nötig; diesen Fall rechnet die FAQ zu 150 Hochzeitsgästen durch, den Weg von der Gästeliste bis zum Tagesplan beschreibt der Leitfaden zur Hochzeitsplanung. Offene Punkte und Wunschtermin gehören in das Anfrageformular.

Weitere Beiträge zur Hochzeitsplanung finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen

Die Platzzahlen und Flächen dieses Beitrags stammen aus dem offiziellen Factsheet und der Ausstattungsliste des Hauses, die Zuständigkeit für die Trauung von der Stadt Braunschweig.

  • Bestuhlungsmatrix je Raum und Variante sowie die Gesamtwerte 180, 194 und 199: Factsheet Hirschevents bei MEET Braunschweig, Braunschweig Stadtmarketing GmbH, abgerufen am 25.08.2026
  • Premium-Partnerschaft im Convention Bureau und Ausstattung: MEET Braunschweig, Partnerseite Hirschevents, abgerufen am 25.08.2026
  • Raumflächen, Deckenhöhen, Innenhof, Mobiliarmaße und der Buffetkennwert von ca. 5 laufenden Metern je 50 Personen: events-braunschweig.de, Kapazitäten und Ausstattung, abgerufen am 25.08.2026
  • Trauorte und Zuständigkeit des Standesamts: Heiraten in Braunschweig, Stadt Braunschweig, abgerufen am 25.08.2026
  • Niedersächsische Versammlungsstättenverordnung, Volltext gespiegelt bei schure.de, abgerufen am 25.08.2026. Die dort gespiegelte Fassung ist nicht tagesaktuell.
  • Eigene Berechnungen auf Basis dieser Angaben, Stand 14.10.2026: die Raumsummen der Tabelle, die Flächensumme 236,93 plus 152,99 gleich 389,92 Quadratmeter, der Bruttoschlüssel 389,92 geteilt durch 138 Plätze, die Restfläche aus 100 Gedecken, die Buffetlänge aus 5 Metern je 50 Personen und die Tischzahl aus 100 Plätzen je 8 bis 10 Personen. Mobiliar-Stückzahlen sind nicht veröffentlicht und nicht Teil der Rechnung.

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