Die Gästezahl ergibt sich aus der nutzbaren Fläche geteilt durch den Flächenkennwert der gewählten Bestuhlungsart. Die Quadratmeterzahl allein sagt wenig, weil derselbe Raum im Stehempfang deutlich mehr Menschen trägt als in U-Form.

In vier Schritten

  1. Bruttofläche nehmen, aus Grundriss oder Datenblatt des Betreibers.
  2. Abziehen, was keine Gäste trägt.
  3. Kennwert der Bestuhlungsart ansetzen, aus den Platzzahlen des konkreten Objekts, nicht aus einer Norm.
  4. Teilen und abrunden. Das Ergebnis ist eine Planungsgröße für die Anfrage, keine fertige Belegung.

Was von der Bruttofläche abgeht

  • Rettungswege und Gänge, die größte und am schlechtesten zu schätzende Position
  • Buffet und Getränkeausgabe, für die Eventhalle Braunschweig mit etwa 5 laufenden Metern je 50 Personen angegeben, dazu Anstellraum und Serviceweg
  • Bühne und Technik, samt Kabelwegen und Regieplatz
  • Garderobe, je nach Jahreszeit ein spürbarer Posten
  • Tanzfläche, in der Rechnung oft vergessen

Ein Beispiel ohne Objektbezug: Von 400 m² gehen 70 m² für Wege, Buffet, Technik und Garderobe ab, es bleiben 330 m². Bei einem Kennwert von 3,5 m² je Gast sind das rund 94 Plätze, bei 2,9 m² rund 113. Für die Eventhalle Braunschweig lassen sich solche Kennwerte aus der Bestuhlungsmatrix zurückrechnen, 515,74 m² geteilt durch die jeweilige Platzzahl: rund 2,6 m² beim Empfang, rund 4,7 m² in U-Form. Eigene Berechnung, kein Normwert, nur für dieses Objekt gültig. Die ganze Reihe steht unter Quadratmeter pro Gast.

Wo die Rechnung aufhört

Sie liefert eine Hausnummer, keine Freigabe. Maßgeblich sind Bestuhlungsplan, Rettungswegbreiten und die Nebenbestimmungen der Genehmigung, und welche Gangbreiten gelten, klärt sich mit Betreiber und Behörde. Im Versammlungsstättenrecht ist die Zahl von 200 Besucherinnen und Besuchern ein bekannter Schwellenwert, und nach § 48 Abs. 1 der Niedersächsischen Versammlungsstättenverordnung prüft die Bauaufsicht Versammlungsstätten mindestens alle drei Jahre. Ob die Verordnung auf ein bestimmtes Objekt angewandt wird, entscheidet die zuständige Behörde oder eine Rechtsberatung im Einzelfall.

Für die Eventhalle Am Alten Bahnhof 13 in Braunschweig erübrigt sich der Rechenweg: Hirschevents betreibt dort drei Räume mit zusammen 515,74 m², ausgelegt für 199 Personen, und die Platzzahlen je Raum und Variante stehen in der Kapazitätsmatrix. Die kurze Antwort auf die Obergrenze gibt die FAQ wie viele Gäste hineinpassen. Ob sie Bühnen- und Rettungswegflächen bereits enthalten, ist nicht veröffentlicht und über das Anfrageformular zu klären.

Die Planung dahinter steht im Leitfaden zu Bestuhlung und Kapazität, die Vorbereitung der Anfrage in der Checkliste zu Gästezahl und Aufbau und das Freihalten der Wege in der Checkliste Brandschutz, Dekoration und Rettungswege. Weitere Antworten in den häufigen Fragen.

Quellen

  • Bestuhlungsmatrix, Flächen der drei Räume, Gesamtfläche 515,74 m² und Auslegung auf 199 Personen: Factsheet Hirschevents bei MEET Braunschweig, Braunschweig Stadtmarketing GmbH, abgerufen am 25.08.2026
  • Flächenkennwerte von rund 2,6 bis 4,7 m² je Gast: eigene Berechnung aus dieser Matrix, 515,74 m² geteilt durch die Platzzahl der jeweiligen Bestuhlungsart, Stand 14.10.2026. Bruttowerte, keine Norm, nicht auf andere Objekte übertragbar
  • Buffetfläche von etwa 5 laufenden Metern je 50 Personen: Ausstattungsangaben Hirschevents, abgerufen am 25.08.2026
  • Bauaufsichtliche Prüfung mindestens alle drei Jahre, § 48 Abs. 1: Niedersächsische Versammlungsstättenverordnung, Volltext über schure.de, abgerufen am 25.08.2026
  • Das Rechenbeispiel mit 400 m² ist eine freie Annahme zur Veranschaulichung und bezieht sich auf kein bestimmtes Objekt

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